Nachhaltige und zukunftsfähige Nutzung von Papier:
Gemeinschaftsaktion zur Förderung der Nutzung von Recyclingpapier an Schulen
Partnerschaft
ANU (Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung), BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland), BUNDjugend, GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft), Grüne Liga (Netzwerk ökologischer Bewegungen), NABU (Naturschutzbund), NAJU (Naturschutzjugend), ROBIN WOOD e.V.
Schirmherrschaft
- Dr. Dietmar Woidke, Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz Brandenburg, Potsdam
- Umweltbundesamt, Berlin
Hintergrund
Um den Markt für Schulmaterialien aus Recyclingpapier ist es nicht gut bestellt. Von bundesweit 200 Millionen Schulheften nehmen die umweltfreundlichen Varianten aus Recyclingpapier nur noch fünf bis zehn Prozent ein – und selbst dieser schwache Anteil ist nicht stabil. Die Marktsituation erschwert zukunftsfähiges Konsumverhalten für die Produktsparte Papier erheblich oder macht es sogar ganz unmöglich. Wirklich besorgniserregend sind die Folgen: Nach den jüngsten Untersuchungen des renommierten world-watch-institutes ist der Papierverbrauch seit 1950 um das Sechsfache gestiegen. Jeder fünfte Baum weltweit endet heute in einer Papiermühle. Ganze Ökosysteme werden für die Frischfaserherstellung vernichtet und die Existenzgrundlage vieler Menschen geht verloren. Diese Entwicklung hat in Nordrhein-Westfalen 1999 Umwelt- und Verbraucherverbände zur Gründung der Initiative2000 plus – Schulmaterialien aus Recyclingpapier bewogen. Im Sommer 2001 wurde in Brandenburg ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der Initiative gesetzt, die jetzt bundesweit arbeitet.
Ziele der Initiative 2000 plus
- Erhalt und Ausbau des Angebotes an Schulmaterialien aus Recyclingpapier
- Förderung der Nachfrage und Verwendung dieser umweltverträglichen Materialien.
Durch den verstärkten Einsatz von Recyclingpapier an Schulen können die natürlichen Ressourcen Wald und Wasser geschützt und geschont, weniger Energie verwendet sowie die vorhandene Ressource Altpapier effizient genutzt werden. Eine nachhaltige Nutzung von Papier trägt zu einer gerechteren Verteilung der genannten natürlichen Lebensgrundlagen für heutige und zukünftige Generationen bei.
Zielgruppen/Kooperationen:
Lehrer/innen, Eltern, Schüler/innen, Schulaufsicht, Hersteller- und Handelsverbände, Verbraucher- und Umweltverbände, Ministerien, politische Gremien, Kommunen und ihre Spitzenverbände, Kirchen, Medien
Leistungsspektrum der Initiative 2000 plus
Breitenwirkung durch Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung
- bundes- bzw. landesweite zentrale und dezentrale Pressearbeit
- Gemeinschaftsaktion „Wir setzen Zeichen – Schulen pro Recyclingpapier“
- (in NRW wurde das Etappenziel mit 500 Klassen erreicht)
- Information der staatlichen Schulämter und ständige Kontaktpflege
- Information der kommunalen Spitzenverbände und ständige Kontaktpflege
- Internetauftritt unter www.robinwood.de, www.treffpunkt-recyclingapier.de
- Präsenz auf diversen Foren
Unterstützung lokaler Multiplikatoren/innen
- regelmäßige Information der Multiplikatoren/innen über den Sachstand, aktuelle wissenschaftliche Daten, Angebotslisten, Aktionsideen und Fortbildungsangebote
- telefonische Beratung
- Fortbildung für Lehrer/innen und andere Multiplikator/innen. Die Initiative 2000 plus bietet landesweit, erprobte praxisnahe Fortbildungen als Tagesseminar an.
- Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit vor Ort
- Durchführung von Aktionen für und mit Schulen
- Initiieren von Foren zur Vernetzung der Multiplikatoren/innen
Interessenvertretung
- Information der Landtagsfraktionen und Einholen politischer Unterstützung auf Landesebene
- Unterstützung durch das Ministerium für Landwirtschaft Umweltschutz, und Raumordnung sowie das Ministerium Bildung, Jugend und Sport
Papier hat viele Seiten
Seminar für Multiplikatoren und Lehrer zum Thema Recyclingpapier
Am Beispiel des universellen Produktes Papier werden den Teilnehmern Möglichkeiten aufgezeigt, das Thema Ressourcenschutz fächerübergreifend in ihre Arbeit zu integrieren.
Das Seminar wird durch das stattliche Schulamt Brandenburg als Ergänzungsangebot der Lehrerkräftefortbildung anerkannt und von der Naturschutzjugend Brandenburg organisiert.